FAQ

Drei Machenschaften von Olivenöl-Fälschern

Olivenöl ist das meist gefälschte Lebensmittel schlecht hin. Aber wie kann Olivenöl “gefälscht” werden?

Umetikettierung
Olivenöl wird in Ländern wie z.B. Spanien, Griechenland, Tunesien, Marokko u.a., in denen die Lohn- und Produktionskosten niedriger sind, in großen Massen eingekauft. In Italien wird es dann abgefüllt und als italienisches Olivenöl der Kategorie »nativ extra« für einen vielfach höheren Preis verkauft.
Das gleiche kann auch mit “Altbeständen” passieren.

Panschen
Olivenöle der zweiten Kategorie »nativ« werden mit Lampant- oder Tresteröl vermischt (welches in seiner ursprünglichen Form nicht zum Verzehr geeignet ist) . Schlechte Gerüche werden davor chemisch behandelt. Der ­Geschmack kann durch Beimischung von ­Haselnussöl oder anderen Ölen verbessert werden. Eine andere Methode “natives Olivenöl extra” herzustellen ist es, billiges Rapsöl mit Chlorophyll oder auch Beta-Ka­ro­tin und synthetischen Aromen zu mischen.

Behandlung mit Wasserdampf
Olivenöle die Fehltöne haben oder die beispielsweise mit Carbonylverbindungen, Kohlenwasserstoffen, freien Fettsäuren und Pestiziden belastet sind, können im Labor ganz einfach durch die Behandlung mit Wasserdampf zu marktfähigem »nativ extra« umgewandelt werden.

Leider kann ein Laie wie auch erfahrene Olivenöltester diese Unterschiede gar nicht bzw. nur selten rauschmecken. Ob ein Olivenöl “behandelt” ist oder ob der Inhalt nicht dem entspricht was auf dem Etikett steht, kann leider nur in einem Labor festgestellt werden.